Mittwoch, 30. Juli 2014

Ratatouille mit Polentaschnitten

Das Wetter spielt die letzten Wochen total verrückt.
Abwechselnd herrscht schönstes Sommerwetter und alle paar Tage gewittert es und gießt wie in Strömen. Wenn man Glück hat gießt es einfach nur und windet ein bisschen. Jedes Mal läd es in einem anderen Ort so richtig ab! Mit heftigen Sturmböen, Hagel und Starkregen. Anfang des Monats hat es in unserer Kreisstadt etliche Bäume entwurzelt und vielen Bäumen diverse Äste gekostet.
Donnerstag hatten wir hier im Ort dann Starkregen. In knapp 15 Minuten über 20l/m2. Die Strassen standen unter Wasser. Es hat auch ordentlich gehagelt, aber nur stellenweise. Mein Garten hatte Glück. 
Gestern kam dann wieder ein Gewitter. Im Ort in dem ich arbeite hatten wir zwei Mal Stromausfall. Einen Teilort unserer Kreisstadt erwischte dann der Starkregen. Ein Bach kam über die Ufer und die Strassen verwandelten sich in Flüsse, die angrenzenden Häuser liefen voll.
Was soll man an diesen Tagen machen, wenn es einen selbst nicht all zu heftig erwischt?
Genau, gemütlich kochen.
So gab es vor einigen Tagen dieses leckere Ratatouille bei uns.

Ich hatte das Rezept schon vor ein paar Jahren auf diversen Blog's entdeckt. Zwei der Quellen wären dieser und dieser Link.
Ratatouille hab ich schon einige gekocht. So schmeckt sie mir aber definitiv am Besten! =)

Übrigens ist dieses Rezept auch wunderbar um eine reiche, abwechslungsreiche Ernte zu verarbeiten.


Ratatouille mit Polentaschnitten

2 Portionen

Polenta
25g Butter
1/2 weiße Zwiebeln, gewürfelt
1 Knoblauchzehen, angedrückt
1 Zweig Rosmarin, Blättchen abgestreift
1 Zweig Thymian, Blättchen abgestreift
1 Zweig Salbei, Blättchen abgestreift
200ml Milch
100ml Brühe
100ml Wasser
Salz
Pfeffer
Muskat
80g Polenta
20g Parmesan, gerieben
Mehl 
Olivenöl und Butter zum Braten

Ratatouille
1 rote Paprika
1 kleine Aubergine
1 kleine Zucchini
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
Olivenöl 
1 Prise Zucker
3 mittelgroße Tomaten
1 Zweig Rosmarin, Blättchen abgestreift
1 Zweig Thymian, Blättchen abgestreift
½EL weißer Balsamico
Salz
Pfeffer

Für die Polentaschnitten die Butter in einem Topf bräunen. Dann die Zwiebeln, Knoblauchzehen und gehackten Kräuter zufügen und ein paar Minuten andünsten. Mit Milch, Brühe und Wasser ablöschen, einmal aufkochen und 15 Minuten auf der abgeschalteten Herdplatte ziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Flüssigkeit nochmal aufkochen, vom Herd nehmen und die Polenta unterrühren. Bei geringer Hitze unter Rühren quellen lassen. Danach den Parmesan untermischen und abschmecken. Ein kleines Backblech oder eine rechteckige Form mit Backpapier belegen, die Polenta gleichmäßig darauf streichen und auskühlen lassen. Währenddessen geht es mit dem Ratatouille weiter:

Für das Ratatouille die Paprika, die Aubergine und die Zucchini fein würfeln und separat ohne Öl anbraten. 

Dann die Zwiebeln und den Knoblauch mit einer Prise Zucker in etwas Öl weich dünsten. Jetzt die angebratenen Gemüsewürfel dazu geben und mit dünsten. Die gewürfelten Tomaten und gehackten Kräuter zufügen und so lange köcheln lassen bis die Soße sämig ist. 
Währenddessen die feste Polenta in Stücke schneiden, in Mehl wenden und in einer Mischung aus Öl und Butter anbraten.
Den Balsamico zur Ratatouille geben und mit Salz und Pfeffer würzen. 
Auf jede Polentaschnitte etwas von dem Ratatouille geben oder nebeneinander anrichten und genießen!

Dienstag, 29. Juli 2014

Schmorgurken

Wenn die Gurken mal anfangen Gurken zu produzieren, dann muss man sich echt überlegen was man damit macht. 
Salat kann man durchaus irgendwann nicht mehr sehen. Letztes Jahr hab ich ganz viele Gläser als Senfgurken eingemacht. Sehr lecker! Aber da noch einige Gläser existieren, ist das erst Mal keine Option. 
Letztens entdeckte ich bei Werner ein Rezept für Schmorgurken. Wollte ich schon lange mal machen, nur denk ich irgendwie nie dran und hatte bisher auch kein Rezept zur Hand.
Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Das könnte ich wirklich häufiger mal essen. Sehr lecker! Konnte mir bisher nicht vorstellen, dass Salatgurken auch warm schmecken.

Ich hab meine Gurken übrigens vergessen zu schälen.
Sieht auf dem Bild etwas merkwürdig aus, tut dem Geschmack aber keinen Abbruch.

Schmorgurken

2 Portionen
1½  große Gurken 
½ Zitrone
Salz
½ Zwiebel
30g Butter
30g Mehl
¼l Gemüsebrühe
einen Schuß Sahne
fein gehackter Dill

Gurken schälen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel herauskratzen. In zentimeterdicke Scheiben schneiden, leicht salzen und mit dem Zitronensaft beträufeln. Etwa 10 Minuten ziehen lassen.

Die Zwiebel fein würfeln und in Butter anschwitzen, das Mehl unterrühren und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Gut mit dem Schneebesen verrühren damit keine Klümpchen übrig bleiben. Sobald das Mehl eingedickt ist werden die Gurken mit samt der entstandenen Flüssigkeit untergerührt. Deckel auflegen und auf mittlerer Hitze sanft für ca 20-30 Minuten köcheln lassen. 

Zum Schluss die Sahne und den Dill unter das Gurkengemüse rühren.

Montag, 28. Juli 2014

Gebratener Fenchel-Salat

Auch dieses Jahr wächst im Garten wieder Fenchel, nicht nur Knollenfenchel, zum ersten mal auch Blüh- bzw. Teefenchel. Um den soll hier nun aber noch nicht gehen. Wir bleiben erst mal bei der Knolle.
Ich hab nach wie vor nur Samen einer Sorte die man eher spät anbaut, da sie, zu früh gesät, in die Höhe schießt, blühen will und keine Knolle bildet.
Trotzdem säe ich jedes Jahr schon Mitte Mai. Fragt mich nicht warum. =D
Das zweite Mal säe ich dann übrigens Anfang Juli.

Den geschossenen Fenchel hab ich bisher häufig an die Kaninchen verfüttert, die lieben ihn nämlich über alles.
Letztes hab ich aber dieses Rezept für jungen Fenchel entdeckt. Oft sät man Fenchel auch gern zu dicht und muss dann ausdünnen. Zum weg schmeißen sind auch diese Mini-Knollen zu schade.
Und das war so lecker! Die Kaninchen werden bestimmt nicht mehr so viel Fenchel bekommen! =D Oder ich sollte mir endlich mal eine Sorte zulegen, die man auch im Sommer anbauen kann.

Ich finde, Fenchel ist immer so eine Sache. Entweder es schmeckt oder es schmeckt nicht. Von welchen Faktoren das bei mir abhängt, kann ich gar nicht sagen. Das muss ausprobiert werden. Letztes Jahr hatte ich schon ein Salat-Rezept gepostet, welches uns sehr gut geschmeckt hatte. Bei diesem Salat macht es der Limettensaft zu was Besonderem.


Gebratener Fenchel-Salat

Junger Fenchel
Olivenöl
Salz
Pfeffer 
Limettensaft 

Fenchel waschen und putzen, etwas Fenchelgrün beiseite legen. Fenchel längs in dünne Scheiben schneiden oder kleine Knollen halbieren.
Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben und heiß werden lassen. Nach und nach die Fenchelscheiben darin goldbraun anbraten und anschließend auf Tellern verteilen.
Mit Salz und Pfeffer würzen, mit Limettensaft und bei Bedarf Olivenöl beträufeln. Das zur Seite gelegte Fenchelgrün mit einer Schere klein schneiden und über dem Salat verteilen. Warm oder kalt genießen.

Sonntag, 27. Juli 2014

Pfeffriges Auberginen-Ragout in Rotwein-Sauce

Gestern hab ich Euch gezeigt wie man selber grünen Pfeffer einlegen kann.
Eigentlich ein schon lang gehegtes Vorhaben. Es brauchte aber dieses Rezept um es endlich umzusetzten.

Dieses Jahr hängen die Auberginenpflanzen wieder über voll und ich hab meine abgespeicherten Rezepte mal wieder durchsucht und blieb bei diesem Ragout hängen, das 2011 von Mestolo gepostet wurde. Bei dem herbstlichen Regenwetter jeden zweiten Tag, passte das wunderbar.
Dazu hatten wir einfach nur Baguette. Lecker!



Pfeffriges Auberginen-Rote Bete-Ragout in
Rotwein-Sauce

2 Portionen
150g Rote Bete
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2EL Olivenöl
400ml trockener Rotwein
200ml Gemüsebouillon
1TL eingelegter grüner Pfeffer
1 große Aubergine
Salz
1-2TL Thymian
1TL Tomatenmark
Pfeffer
Petersilie

Die Rote Bete gut waschen, die Enden abschneiden und in 2 cm große Würfel schneiden.
1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe schälen und fein hacken.
1EL Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Rote Bete darin bei mittlerer Hitze unter Rühren 10 Minuten braten.
Rotwein dazugießen und bei kleiner Hitze auf ein Viertel reduzieren.
Gemüsebouillon dazugießen und nochmal um die Hälfte einkochen lassen.
Pfefferkörner abtropfen lassen, leicht zerdrücken und dazugeben.
Auberginen in etwa 2cm große Würfel schneiden, leicht salzen, auf Küchenpapier ausbreiten und kurz ziehen lassen.
Übrige Zwiebel fein würfeln, restlichen Knoblauch in feine Scheiben schneiden.
1EL Olivenöl in einer schweren Pfanne oder einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch anbraten, die Auberginenwürfel zugeben und unter Wenden kräftig anbraten. Das Tomatenmark zugeben und kurz mitbraten.
Thymian und die Rotweinsauce zugeben, aufkochen lassen und zugedeckt 12-15 Minuten bei kleiner Hitze schmoren.
Die Petersilie grob hacken und ca. 3 Minuten vor Ende der Garzeit unter das Ragout mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Samstag, 26. Juli 2014

Eingelegter Grüner Pfeffer


Für ein Rezept benötigte ich kürzlich eingelegten grünen Pfeffer.
Da ich getrockneten grünen Pfeffer da hatte, wollte ich nicht ein Glas eingelegten Pfeffer kaufen. Ich dachte mir, das müsste auch so gehen.

Allerdings mit dem Unterschied, dass gekaufter und eingelegter grüner Pfeffer direkt nach der Ernte frisch eingelegt wird. 

Ich suchte also ein wenig im Internet und fand einige interessante und ganz leichte, schnelle Varianten. 
So hab ich schnell ein Glas angesetzt und 2 Tage später das Rezept gekocht (folgt morgen). Wir sind vom grünen Pfeffer sehr angetan. 
Ich glaub, ich muss zukünftig immer ein Glas eingelegten grünen Pfeffer im Vorrat haben! =)

Eingelegter grüner Pfeffer


40g grüne, getrocknete Pfefferkörner
1,5EL dunkler Balsamico 
1,5EL Weinbrand
3g Salz
97g Wasser

Ein Glas sterilisieren: Mit heißem Wasser ausspülen und im Backofen bei 120°C 15 Minuten lang trocknen.
Den Pfeffer in das Glas wiegen, Balsamico, Weinbrand und Salz zugeben. Wasser aufkochen, heiß zugießen, das Glas sofort verschließen und für 5 Minuten auf den Kopf stellen.
Abkühlen lassen und mindestens ein bis zwei Tage ziehen lassen.

Freitag, 25. Juli 2014

Hibiskusblüten-Rosen-Limetten-Wasser

Passend zu dem schönen sonnigen Wetter hab ich Euch heute ein mit Hibiskusblüten und Limette aromatisiertes Wasser.
Das schöne daran ist, dass es kaum Zeit braucht, denn die Blüten müssen nicht heiß übergossen werden.
Hibiskusblüten geben ihren Geschmack und ihre Farbe sehr gern auch an kaltes Wasser ab.
Der Schluck Rosenblütensirup rundet den Geschmack zu den leicht sauren Hibiskusblüten und der Limette perfekt ab.

Nach der Ziehzeit würd ich die Hibiskusblüten allerdings absieben. Die Blüten im Getränk sehen zwar nett aus, sie mit zu trinken lässt sich allerdings kaum vermeiden. =D




Hibiskusblüten-Rosen-Limetten-Wasser

1/2 Limette
4EL getrocknete Hibiskusblütenblätter
1 Schluck Rosenblütensirup
1l Leitungswasser
Eiswürfel

Die halbe Limette in dünne Scheiben schneiden und in eine ca. 1l fassende Kanne geben. Die Hibiskusblüten und den Rosenblütensirup zugeben. 
Mit Leitungswasser auffüllen und für 30-60 Minuten ziehen lassen. 
Nun das Ganze am Besten durch ein Sieb gießen, Eiswürfel zugeben und genießen.


Donnerstag, 24. Juli 2014

Stachelbeersirup

Unsere noch relativ jungen Stachelbeerbüsche tragen dieses Jahr das erste Mal so richtig gut. Mehr als wir essen können.
Das Erste was mir bei Massen an Obst in den Sinn kommt ist eigentlich immer Sirup.
Dieser hier ist sehr, sehr lecker und aromatisch. Wenn man nun nur rote oder grüne Stachelbeeren verwenden würde, hätte man sicher eine tolle Farbe!
In meinem Fall hatte ich viele grüne und wenige rote Stachelbeeren, was die leicht rötliche Farbe ergeben hat.

Ich kann jedem nur raten unbedingt diesen Sirup zu kochen und den herrlichen Geschmack zu konservieren. =)


Stachelbeersirup

600g Stachelbeeren
360g Zucker
360ml Wasser


Die Früchte halbieren und in einen Topf geben. Wasser zugeben und bei mittlerer Hitze etwa 15-20 Minuten zerkochen lassen. Ein Sieb mit einem Tuch auslegen und den Saft absieben. Diesen zurück in den Topf geben, Zucker zugeben, aufkochen und köcheln lassen bis der Zucker sich aufgelöst hat und in sterile Flaschen füllen.