Samstag, 30. Januar 2016

12'tel Blick Januar '16

Dieses Mal fiel es mir wirklich schwer! Ich war lange am überlegen, welchen Blick ich wählen soll. Garten, Bienen? Ein Blick in die Umgebung hier?

Ganz spontan hab ich mich nun entschieden, den Garten und die Bienen zu vereinen. Also zeige ich Euch dieses Jahr zwei meiner Völker die am anderen Ende des Gartens stehen. Und daneben stehen meine 4 Hochbeete, die momentan gar nicht gut aussehen. Der Schneckenschutz fällt fast überall ab und auch einige Bretter sind herausgebrochen.
An der Hauswand kann man die Obststämmchen sehen. Momentan zumindest 5 von 6.


Wie man erkennen kann, ist das Wetter heute eher trüb. Trotz nur 8°C sieht man immer wieder eine Biene abheben oder zurückkehren. Wie es scheint, sind die Völker schon wieder fleissig in Brut! Es wird Wasser und Pollen gesammelt. Nektar gibt es noch keinen.
Das Volk in der türkisen Beute ist übrigens mein letzten Sommer gefangener Schwarm. Auf die Entwicklung dieser Bienen bin ich echt gespannt! Letztes Jahr haben sie mir tatsächlich noch gut Honig gebracht. Sehr, sehr fleissig! Wobei ich mich auch frage, ob das Futter in den Waben reicht, bis es wieder was zu sammeln geben wird! Der Verbrauch ist durch den milden Winter sehr hoch.

In den Hochbeeten wächst momentan fast nicht. Bis auf das hintere rechts. Da stehen noch zwei Mangold-Pflanzen und schlagen sich bisher ganz gut.

Weitere Blicke gibt es bei Tabea zu bestaunen. =)

Mittwoch, 13. Januar 2016

12 von 12, Januar '16

Seit einigen Jahren verfolge ich auf anderen Blogs die 12 von 12.
Als erstes kommt mir da der Blog "Frische Brise" in den Sinn. Letztes Jahr haben dann sogar mehrere Blogs aus meiner Leseliste mitgemacht. Lust dazu hatte ich schon länger. Aber am jeweiligen 12. daran denken? Ne! Da macht mein Gedächtnis nicht mit!
Warum ich heute zufällig daran gedachte habe? Keine Ahnung!

Nun aber vielleicht erst mal eine Erklärung, was das die "12 von 12" überhaupt sind:
Es geht darum am 12. eines Monats im Laufe des Tages Fotos zu machen und 12 davon zu posten. Sei es als Tagesablauf oder die schönen Momente eines Tages.

So hatte ich heute mein Handy immer bereit und zeige Euch 12 Momentaufnahmen (in leider nicht all zu guter Qualität) aus meinem Tag:


Frühstück bedeutet ein Espressokännchen Kaffee und eine Tasse Tee. Dabei werden interessante Artikel in meinem Reader gelesen.
Nachdem ich das Haus verlassen hatte, um zur Arbeit zu fahren, kontrollierte ich im Garten schnell die Bienenvölker. Nachts hatte es ziemlich gestürmt und ich wollte sicher sein, dass alle Deckel gut gehalten haben.
Die vergangenen drei Wochen Schulferien waren echt schön! Ich hatte zwar keinen Urlaub, aber die Strassen waren so gut wie leer! Seit Montag brauche ich nun wieder gute 30, statt 20 Minuten. Mein I-Pod im Auto war so gnädig mein momentanes Lieblingslied zu spielen. "The greatest show on earth" von Nightwish. Vom Album "Endless forms most beautiful". Tuomas Holopainen hat es einfach drauf lange Lieder zu schreiben! Dieses Lied dauert nämlich gute 24 Minuten und eignet sich somit perfekt für die Autofahrt zur Arbeit. Hier hab ich Euch eine Live-Version. Zwar nicht aus Basel, wo ich es Ende November live erleben durfte, qualitativ aber besser.
Im Geschäft mache ich mir immer zuerst eine Kanne Tee. Heute gabs eine leckere Kräutermischung. Eigentlich sollte nun ein Foto vom Frühstück im Geschäft folgen. Dazu gibt es immer leckere, frische Brötchen aus der Bäckerei gegenüber. Ganz plötzlich war dann aber doch so viel los, dass ich kaum zum Essen gekommen bin. Immer mal wieder ein Biss zwischen zwei Kunden.
Dienstag ist mein kurzer Tag. Sehr kurz, denn ich habe schon um halb eins Feierabend. 
Zu Hause angekommen, hab ich im Schopf schnell eine Hand voll Anfeuerholz geholt. Das war nämlich aus.
 Dann hab ich erst mal Feuer gemacht. Da Montag den ganzen Tag nicht geheizt wurde, war die Temperatur in der Küche auf 14,8°C abgesunken. Dank des Sturms draußen, bekam das Feuer sofort Zug im Kamin und kam ohne Probleme im Gang.
 Im Anschluss gönnte ich mir als Mittagessen zwei Scheiben vom selbst gebackenen Toastbrot. Mit Honig. Allerdings nicht eigener Honig. Ich hab immer noch von meinem aus Schottland mitgebrachten Heidehonig.
 Zwischen zwei Regenschauern kam für etwa 10 Minuten die Sonne raus. Das nutze ich und drehte eine kurze Runde durch den Garten. Dabei entdeckte ich die ersten Schneeglöckchen.
Endlich ist meine Dreschflegel-Bestellung gekommen. Wenn es um Saatgut geht, bin ich ausnahmsweise mal total ordentlich. Die Aussaattermine hab ich mir ganz ordentlich in meinen Aussaatkalender notiert und die Tütchen alphabetisch zu meinen anderen sortiert. ;-)
Gegen Abend lief ich zum Bahnhof. Wir möchten ins Kino und treffen uns vorher im Pub. Am Bahnhof stelle ich mich unter eine Laterne und lese bis die S-Bahn kommt.
In der S-Bahn lese ich weiter und fahre etwa 15 Minuten bis Lörrach.
Im Pub war es mal wieder sehr gemütlich! Danach gehts ins Kino und wir schauen "The Revenant". Ursprünglich hatte ich keine Motivation diesen Film anzuschauen. Ich hatte zwei Mal die Vorschau gesehen, die ich als sehr nichtssagend empfand und neugierig konnte sie mich auch nicht machen. Zudem geht der Film 2,5 Stunden (!). Ich hab mich also überwunden und muss sagen, dafür, dass der Film so lang ist und so wenig gesprochen wird, ist er erstaunlich kurzweilig!

Weitere 12 von 12 gibt es hier.

Freitag, 8. Januar 2016

lesenswert 1/16

Hiermit kommt der erste lesenswert-Teil diesen Jahres. Viel Spaß dabei. =)
  • Schaaaaaaaaaaaafe!
  • Ralf von "Neulich im Garten" beim Biobauern. Anschauen! =)
  • Ein Interview von 2008 mit Lemmy Kilmister. Interessant.
  • Eicheln! Die Zeit dafür ist zwar schon rum, aber die nächste Ernte kommt bestimmt. Hier wird erklärt wie man sie am besten schält und ein leckeres Brotrezept gibt es auch dazu.
  • Ein interessanter Artikel von "Arthurs Tochter" zum Thema Konsum und wie jeder seinen eigenen Weg finden kann.
  • Eine sehr lesenswerte wahre Geschichte vom Landlebenblog.

Dienstag, 5. Januar 2016

Weizenmischbrot

Auch dieses Jahr geht die Brotbackerei fröhlich weiter. Es gibt noch viel auszuprobieren.
Gleich das erste Brot war ein voller Erfolg! Zum ersten Mal hab ich "Altbrot" verbacken. Außerordentlich lecker!
Dazu hab ich "altes" Brot in Stücke geschnitten und getrocknet. Brot bleibt immer mal über und meistens bekommen die Kaninchen immer mal wieder ein bisschen was davon. Zukünftig dann halt eher weniger, bzw. seltener. 
Diese getrockneten Brotstücke hab ich in den Standmixer geworfen, ordentlich geschreddert bis ein schönes Pulver daraus entstanden ist.
Nächstes Mal möchte ich mal noch testen wie das Brot schmeckt, wenn das Altbrot geröstet wird.

Zur Orientierung hab ich wieder Uhrzeiten zu den Schritten geschrieben.

Übrigens: Unbedingte Nachbackempfehlung von mir!
Das Rezept stammt aus dem Brotbackbuch Nr. 2.
Ursprünglich wollte ich die Sauerteigvariante backen, aber aus Zeitgründen bin ich auf das Basisrezept mit Hefe ausgewichen. Am Backtag selbst muss die Sauerteigvariante eine Stunde länger gehen und aus terminlichen Gründen war das nicht drin.

Leider hab ich dann gleich noch vergessen, das Brot richtig zu fotographieren. Deshalb muss das Handybild herhalten, dass ich gleich meiner Schwester geschickt hatte. ;-)


Weizenmischbrot

Vorteig
100g Weizenvollkornmehl
100g Altbrot, evtl. geröstet
240g Wasser
0,2g Frischhefe

Hauptteig
Gesamter Vorteig
345g Weizenmehl 1050
135g Roggenmehl 1150
205g Wasser (22°C)
7g Frischhefe
14g Salz

18Uhr: Die Zutaten für den Vorteig vermischen und für 12-20Stunden bei 18-20°C reifen lassen.

13Uhr: Alle Zutaten für den Hauptteig in eine Knetschüssel geben und 8 Minuten langsam, 4 Minuten schnell kneten.
13:15Uhr: 1 Stunde bei 24°C zur Stockgare stellen.
14:15Uhr: Ein Gärkörbchen mit Weizenmehl ausstreuen, den Teig rund wirken und mit Schluss nach oben in das Körbchen setzten.
Eine weitere Stunde bei 24°C ruhen lassen.
Den Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 
15:15Uhr: Das Brot stürzen, einschneiden und in den Ofen schieben. Gleich kräftig schwaden. Nach 10 Minuten den Schwaden ablassen und die Temperatur auf 200°C reduzieren. Gesamte Backzeit: 50 Minuten.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

12'tel Blick Dezember '15

Nun ist es tatsächlich so weit: 
Der letzte 12'tel Blick für dieses Jahr! Ein letzter Blick auf einen Teil meiner Bienenvölker. Mir hat es dieses Jahr viel Spaß gemacht von den Bienen zu erzählen. Irgendwie wollte ich die Imkerei schon immer mit in den Blog einfließen lassen, wusste aber nie so recht wie. Der 12'tel Blick war ein guter Rahmen dafür!

Zudem möchte ich mich an dieser Stelle bei Tabea bedanken, die dieser Aktion einen schönen Platz geboten hat.
Ich würde mich sehr freuen, wenn es nächstes Jahr weiter gehen würde und überlege schon, was für einen Bildausschnitt ich dann verwenden könnte.
Mit den Bienen weiter zu machen würde mich natürlich sehr reizen. Vor allem, da das kommende Jahr wieder sehr spannend werden könnte. Ich möchte mich mit ganze einfacher Königinnenzucht beschäftigen, da es nie schadet Königinnen in Reserve zu haben. Hätte ich diesen Herbst nämlich gebrauchen können. Nun überwintere ich ein Volk, bei dem ich nicht weiß, ob ich es mit Königin auswintern werde. Man wird sehen.

Nun aber endlich zum 12'tel Blick Dezember.
Ende November freute ich mich über kalte Temperaturen und Schnee. Das winterliche Wetter war aber nur von kurzer Dauer. Seit dem scheint fast täglich die Sonne und die Bienen fliegen und fliegen und fliegen. Selbst unter 12°C sehe ich regen Flugverkehr vor den Beuten. Bienen fliegen eigentlich erst ab 12°C. 


Letzten Monat hab ich die Oxalsäurebehandlung erwähnt die im Dezember ansteht. Die letzte Behandlung gegen die Varroamilben. Diese Behandlung ist wichtig, wirkt aber nur unter bestimmten Vorraussetzungen. Zum einen sollten die Völker brutfrei sein. Denn die Milben verstecken sich in der Brut und Oxalsäure wirkt nur auf den Bienen und nicht in der Brut. 
Diese Vorraussetzung wurde dieses Jahr erfüllt. Ganz im Gegensatz zu letztem Jahr. Dank dem kalten Wetter Ende November/Anfang Dezember hatten die Königinnen tatsächlich aufgehört Eier zu legen. Drei Wochen später sind die Völker dann Brutfrei.
Eine weitere Bedingung ist die Temperatur. Die Behandlung muss zwischen -5 und +5°C erfolgen. Wenn es kalt wird bilden die Bienen eine Art Kugel, Wintertraube genannt. Sie produzieren Wärme und wandern von innen nach außen und wieder nach innen. Da die Oxalsäure auf diese Traube geträufelt wird, verteilen die Bienen das Mittel schön gleichmäßig untereinander. Über 5°C sitzt diese Traube sehr lose und die Wirkung ist reduziert.
Nun hatte ich kurz vor Weihnachten aber das Problem einen Tag zu finden, an dem es kalt genug war. Tagsüber waren die Bienen sowieso am fliegen. Daher fand ich, morgens zu träufeln, nicht sehr sinnvoll. Ich wollte lieber abends behandeln, damit die Bienen es über Nacht schön untereinander verteilen können. Ich hab dann am 19.12. die Gelegenheit genutzt und in der Dämmerung bei 7°C behandelt. Nicht perfekt, vermutlich aber völlig ausreichend! Die meisten Imker in meiner Umgebung hatten übrigens lustigerweise unabhängig voneinander am selben Tag behandelt!
Nach dem 21.12. sollte übrigens nicht mehr unbedingt behandelt werden, da die Völker nach der Wintersonnenwende meistens wieder in Brut gehen.

Nun kann ich nur noch hoffen, dass das Futter bis in den Frühling reicht! Da sorge ich mich vor allem um die Völker die nur in einer Zarge überwintern.

Zum Schluss möchte ich Euch noch eine Collage aller 12 Bilder diesen Jahres zeigen. Sortiert wie man liest. ;-) Also von links nach rechts und von oben nach unten:

Sonntag, 27. Dezember 2015

Garten Ende Dezember '15

Richtig! Im November gab es keinen Blick in den Garten. Ende November lag hier einiges an Schnee und eigentlich dachte ich, der Winter würde kommen. Aber es war, wie eigentlich über all, nur ein kurzes Vorbeischauen. Seit dem wurde der Winter nicht mehr gesehen.

Das hat natürlich seine positiven, wie negativen Seiten. Für die Bienen ist es nicht so toll und ich würde mir um einiges kühleres Wetter wünschen. Für das Gemüse im Garten andererseits finde ich es gar nicht so schlecht! Vieles von dem viel zu spät gesäten Wintergemüse wächst und gedeiht nun sehr gut.
Aber trotzdem fehlt dem Boden der Bodenfrost, finde ich. Ich hab immer den Eindruck, dass das doch irgendwie nötig ist.

Die Phaselia sät sich inzwischen an vielen Stellen selbst aus. Diese hier war sehr spät dran und kam erst Ende Herbst zum blühen. Da sie an der geschützten Hauswand steht, ist sie bisher trotz -4°C nicht erfroren. Die eine oder andere Biene freut sich dran.
 Das Winter-Salatbeet. Die großen roten Blätter sind irgendein Asiasalat. Dazwischen Feldsalat und Postelein.
 Der Winterkopfsalat im Gewächshaus. Damit war ich auch spät dran, deswegen steht er im Gewächshaus. Er macht sich wirklich gut.
 Pastinaken werden es immer weniger. Schmeckt uns wirklich gut!
 Die großen Steckrüben waren alle geerntet und ich erwartete, dass aus dem Rest nichts mehr werden würde. Falsch gedacht, inzwischen haben sie eine stattliche Größe.
 Radicchio lebt auch noch. Auch hier hatte ich alle großen Exemplare schon geerntet und die kleinen abgeschrieben. Dieser ehemals Kleine sieht inzwischen doch gar nicht schlecht aus!
 Das Petersilienchaos!
Ein Familienmitglied ist Leiter eines Gartenmarktes und dort wurden im Dezember viele Pflanzen aussortiert. Statt im Müll sind einige davon bei mir gelandet, wie Himbeeren, Brombeeren, Weinbeeren, WuWeiZi, rote Weintrauben und vieles anderes. Bei dem Wetter konnte das alles noch problemlos eingepflanzt werden.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Alpenbrot

Anfang Monat hab ich ein Rezept für Magenbrot gepostet. Entdeckt hatte ich es bei Chili und Ciabatta. Da sie das Magenbrot schon vor Jahren gepostet hatte, kam ich da nicht einfach so drauf. Sie hat dieses Jahr ein Alpenbrot gepostet und als Fazit dazu geschrieben, dass es dem Magenbrot sehr ähnlich ist. Daher musste ich nun einfach mal schnell beides testen und muss gestehen, dass mir das Alpenbrot fast ein wenig besser schmeckt. Was vor allem den Grund hat, dass im Guss keine Schokolade enthalten ist.

Schnell und unkompliziert gemacht ist es auch noch.
Also absolute Nachbackempfehlung von mir!


Alpenbrot

500g Weizenmehl 405 oder 550
250g weiche Butter
250g Muscovadozucker
2 Eier
30g Kakao
½EL Zimtpulver
2 gemahlene Nelken
2 Kapseln Kardamom
¼TL geriebene Muskatnuss
½TL Salz
30-45g Puderzucker
2EL Zitronensaft; frisch gepresst

Die Butter cremig rühren. Den Zucker zugeben und rühren, bis die Masse hell-schaumig ist. Das kann allerdings eine Weile dauern.
Mehl, Kakao, Zimt, Nelken, Kardamom, Muskat und Salz gut mischen.
Die Eier einzeln zur Butter-Zucker-Masse geben und für jeweils 1-2 Minuten unterrühren. Mehlmischung zugeben und kurz unterrühren.
Die Masse in 6 Teile teilen. Jedes Teil zu einer Rolle formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Das Alpenbrot im auf 180°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen für 15 bis 20 Minuten backen.
Währenddessen den Puderzucker sieben, Zitronensaft zugeben und zu einem Guss verrühren.
Wenn die Backzeit um ist, das Alpenbrot sofort mit dem Guss bepinseln.
Nach dem Abkühlen schräg in Streifen schneiden und in einer Dose aufbewahren.